Kurze Antwort
Roll den Lebkuchenteig etwas dicker aus als für normale Plätzchen und schneide nach einer Vorlage zwei Giebel, zwei Längswände und zwei Dachhälften aus. Back die Teile bei 200 Grad, bis sie schön Farbe haben, und schneide die Kanten nach, solange sie noch warm sind. Verziere mit Zuckerguss, bevor ihr baut, lass ihn fest werden und klebt das Haus mit geschmolzenem Zucker oder dickem Zuckerguss zusammen. Das Dach kommt zuletzt.
Die Teile der Vorlage
| Teil | Maße | Anzahl | Denk daran: |
|---|---|---|---|
| A – Giebel | 12 cm breit, 8 cm Wand, 14 cm bis zum First | 2 | Tür in einen schneiden, Fenster in beide |
| B – Längswand | 16 × 8 cm | 2 | Zwei Fenster in jeder |
| C – Dachhälfte | 18 × 10 cm | 2 | Ergibt ringsum einen kleinen Dachüberstand |
| D – Schornstein | 2,5 × 3 cm und 2,5 × 4 cm schräg geschnitten | 2 + 2 | Der schräge Schnitt hat 45 Grad, wie das Dach |
Die Giebelspitze ist auf 12 cm Breite 6 cm hoch, daher hat das Dach genau 45 Grad Neigung und die Schornsteinteile passen.
Ein Lebkuchenhaus ist das größte Backprojekt der Weihnachtszeit – und eines der schönsten mit Kindern, solange das Haus zusammenhält. Dieses Haus ist eine kleine Berghütte mit steilem Dach, das genau 45 Grad geneigt ist, damit alle Teile passen. Die Vorlage unten hat Maße für jedes Teil, und wir gehen durch, in welcher Reihenfolge ihr alles macht, damit niemandem an Heiligabend das Haus einstürzt.
Der Teig ist ganz normaler Lebkuchenteig – das Rezept steht hier: Lebkuchenkekse. Mach ihn am Vortag, dann ist er fest und lässt sich gut ausrollen.
Die Vorlage
Zeichne die Teile mit einem Lineal auf dünnen Karton und schneide sie aus. Heb die Vorlage auf – dann ist das Lebkuchenhaus fürs nächste Jahr schon halb fertig.
1. Ausrollen, schneiden und backen
- Roll den Teig auf 3–4 mm aus, etwas dicker als für normale Lebkuchen. Am besten direkt auf Backpapier ausrollen, dann musst du die großen Teile nicht verschieben.
- Leg die Vorlage auf den Teig und schneide mit einem scharfen Messer drumherum. Tür und Fenster gleich mit ausschneiden.
- Entferne den Teig um die Teile und zieh das Papier auf ein Backblech.
- Back bei 200 Grad für 8–10 Minuten, bis die Teile eine schöne Lebkuchenfarbe haben. Kleine Teile wie der Schornstein backen schneller – leg sie auf ein eigenes Blech.
Tipp: Leg die Vorlage gleich nach dem Backen wieder auf die Teile und schneide die Kanten mit dem Messer nach. Der Teig geht im Ofen etwas auf, und gerade Kanten sind das, was das Haus baubar macht. Das klappt nur, solange die Teile warm sind.
Lass die Teile auf dem Blech ganz abkühlen. Warme Teile sind weich und biegen sich.
2. Verzieren, bevor ihr baut
Es ist viel einfacher, Muster auf flache Teile zu spritzen als auf ein fertiges Haus. Rühr Zuckerguss aus Puderzucker und Eiweiß an – er soll so dick sein, dass er seine Form hält. Mit etwas mehr Eiweiß wird er flüssiger, mit mehr Puderzucker fester.
Spritz Fenstersprossen, Türrahmen, Dachziegel und Herzen und drück Süßigkeiten und Mandeln fest, solange der Guss feucht ist. Lass den Zuckerguss ein bis zwei Stunden fest werden, bevor ihr das Haus zusammensetzt.
3. Das Haus bauen
Kleber: Es gibt zwei Möglichkeiten.
- Geschmolzener Zucker hält am besten und wird in wenigen Sekunden fest. Schmilz Kristallzucker in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze, bis er goldbraun ist, tauch die Kante des Teils ein und halt es fest, bis der Zucker hart ist. Der Zucker wird über 150 Grad heiß und klebt an der Haut – das ist eine Aufgabe für Erwachsene.
- Dicker Zuckerguss funktioniert auch und ist das, was die Kinder selbst benutzen können. Er braucht länger zum Trocknen, stütz die Wände also zum Beispiel mit Konservendosen, während er fest wird.
Reihenfolge:
- Setz einen Giebel und eine Längswand im rechten Winkel auf die Bodenplatte, eine Tortenplatte oder ein Schneidebrett.
- Setz die nächste Längswand und zuletzt den anderen Giebel dazu, sodass ein Kasten entsteht.
- Warte, bis die Wände fest stehen. Mit Zuckerguss kann das eine Stunde dauern.
- Leg die Dachhälften nacheinander auf und halt sie eine Weile fest.
- Kleb den Schornstein separat zusammen – die schrägen Teile liegen am Dach an – und setz ihn zuletzt auf.
4. Schnee und Details
Spritz einen Streifen Zuckerguss entlang des Firsts und der Dachkante, damit es wie Schnee auf dem Dach aussieht, und stäub Puderzucker über das Haus und den Garten drumherum. Ein Lebkuchenbaum, ein paar Süßigkeiten als Weg und ein brennendes LED-Licht im Inneren – und die Fenster leuchten.
Wer macht was?
- Alter 3–5: Süßigkeiten und Mandeln in den Guss drücken und Puderzuckerschnee sieben.
- Alter 6–9: die Teile mit einem Erwachsenen daneben nach der Vorlage ausschneiden und Muster spritzen.
- Ab 10 Jahren: das Haus mit Zuckerguss bauen und den Schornstein machen.
- Erwachsene: der Ofen, die heißen Bleche und der geschmolzene Zucker.
Während der Guss fest wird, könnt ihr einen Stern aus Stöcken basteln – oder rausgehen und den eigenen Weihnachtsbaum schlagen. Weitere Weihnachtsbasteleien und Ausflüge: der Weihnachtsführer. Zum Lebkuchenhaus passen eine Tasse glögg und ein Teller Lusskatter.
Das braucht ihr
Häufige Fragen
Wie dick soll der Teig für ein Lebkuchenhaus sein?
Etwa 3–4 mm, also etwas dicker als für normale Lebkuchen. Dünnere Teile sehen feiner aus, brechen aber leichter, wenn das Haus gebaut wird.
Womit klebt man ein Lebkuchenhaus zusammen?
Geschmolzener Zucker hält am besten und wird in wenigen Sekunden fest, wird aber sehr heiß und gehört in die Hände von Erwachsenen. Dicker Zuckerguss aus Puderzucker und Eiweiß funktioniert auch und passt besser, wenn die Kinder selbst bauen, braucht aber länger zum Trocknen.
Wie lange backt man die Teile für ein Lebkuchenhaus?
Etwa 8–10 Minuten bei 200 Grad für große Teile wie Wände und Dach, kürzer für kleine Teile wie den Schornstein. Back kleine und große Teile auf verschiedenen Blechen.
Soll man das Lebkuchenhaus vor oder nach dem Bauen verzieren?
Vorher. Auf flachen Teilen lässt es sich viel leichter spritzen. Lass den Guss ein bis zwei Stunden fest werden, bevor ihr baut.
Warum fällt mein Lebkuchenhaus auseinander?
Meist sind die Kanten ungleichmäßig oder der Kleber ist nicht fest. Schneide die Kanten nach, solange die Teile warm sind, bau zuerst die Wände und warte, bis sie fest stehen, bevor das Dach draufkommt.